Geigenlilie
Wettbewerbsbeitrag zur Errichtung eines mobilen Kunst- u. Kulturbauwerkes - 2010
DIE GEIGENLILIE
Die konvexen und konkaven Formen vonLilien in Kombination mit den ebensolchen Formen eines Streichinstrumentsinspirierten zu einem „vegetativen Klangkörper“. Die beiden Elemente sind zwarvon der Anmutung oder einer angenommenen Verwendbarkeit her grundverschiedenund erscheinen dadurch unkombinierbar, weisen jedoch formal Analogien auf,welche eine gedankliche und praktische Kombination durchaus ermöglichen.Produkt dieser Synthese ist die „Geigenlilie“.
 
Nutzungen
Um Nutzungen wie Konzert, Ausstellung, Vortrag,Pressekonfernz und Ähnliches möglich zu machen wird der Großteil derGrundfläche des Gebäudes freigehalten. Lediglich die Einbauten für WC´s undGarderobe werden immer nötig sein.
 
Flexible Elemente
Empfang, Pulte, Mobiliar, Bühnen und Sitztribünenwerden nur bei Bedarf aufgebaut und sind flexibel einsetzbar.
 
Stellwände
Bilder für Ausstellungen werden auf beliebigplatzierbaren, von den Deckenträgern abgehängten Wänden, präsentiert.
 
Aussenwände
Die gebogenen und schräg gestellten Wände werden ausHolz, genauer gesagt aus Brettstapelholzwänden gefertigt. Durch das Zusammennagelnvon massiven Holzbohlen (Stabquerschnitt 4 x 12 cm) ergeben sich Holzplattenfür Wände und Decken. Diese Brettstapelwände aus Fichte oder Lärche kann man in2 Richtungen bis zu einem Minimalradius von ca. 1,00 m biegen. Diemonolithische Bauweise ist robust und leicht auf- u. abzubauen. BeiElementgrößen von 2,00 m x 5,00 bis 7,00 m ist Lagerung und Transport mittelsLKW und Ladekran gut möglich. Das Elementgewicht liegt bei ca. 1,0 to.
 
Netzplanen
Um eine leicht veränderbare und unterschiedlichstbespielbare Außenoptik zu erzielen, wird auf die Brettstapelwand eine bedruckteNetzplane angebracht.
Der geringe Lochanteil der Plane garantiertAtmungsaktivität bei gleichzeitigem Regenschutz. Außerdem entsteht einwärmetechnisch vorteilhafter Luftpuffer zwischen Holzwand und Netzplane.
 
Akustik
Brettstapelwände aus Massivholz sind durch die großeAnzahl der Fugen für eine gute Akustik geeignet.
 
Böden
Ähnlich der Verwendung bei Bierzelten, werden aufTrägern und/oder Polsterhölzern aufgeständerte Sperrholzplatten (3,0 cm)eingesetzt. Plattenmasse ca. 150 x 200 cm.
 
Dach/Decke
Die Dachkonstruktion besteht aus Leichtmetallträgern,welche im Abstand von jeweils 2 m quer zum Gebäude gespannt werden. Über die Trägernwird eine Brettstapeldecke gelegt mit einem leichten Trapezblech darüber alsAbdichtung. Das Dach könnte aus transluzenten Plexiglass-Hohlkammerplattenbestehen, dazu müsste jedoch die Nutzung genauer definiert werden.
 
Lüftung
Die Zuluftkanäle werden unter dem Boden geführt. DieAbluftkanäle werden im Technikbereich des Daches, auf Höhe der Träger, geführt.Die Lüftungszentrale für Zu- u. Abluft ist am Dach, oberhalb der WC-Gruppe,situiert.
 
Kosten
Baukosten ohne Einrichtung und Grundanteil
Grobkostenschätzung exkl. MwSt, exkl. Honorare
€ 140.000,- Vorplatz, Boden, Wände, Dach + Träger,Vordach
€     6.000,-Betonfertigteile Streifenfundamente
€   30.000,-Verglasungen, Türen
€   16.000,-Sanitäranlagen
€   26.000,-Lüftung
€   15.000,-Elektro
€   12.000,-Dachdeckungen, Verblechungen
€   15.000,-Sonstiges, Reserve
€ 260.000,- Summe
 

Joe Wagner, Peter Brauneis
+
Geistlweg-Architektur
 
06.07.2010

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