Entwurf für ein Erholungsgebiet entlang der A10 Tauernautobahn, Salzburg - 2014/15
Projektidee: Edgar Spraiter mit Ulrich Ghezzi
Entwurf: Harry Spraiter
"Von der Lärm und Emmissionshölle Autobahn zum Erholungsgebiet Autobahn"

Der Erdwall dient an den West- u. Südseiten als ideale Basis für Photovoltaik-Anlagen.
Das Konzept geht davon aus, dass in ca. 10 Jahren (2025) der allermeiste Verkehr mit Fahrzeugen mit Elektroantrieb generiert wird. 

Das bedeutet dass es einen großen Bedarf für elektrischen Strom an der Autobahn geben wird. Die Raststationen werden für Solarladestationen um- u. ausgebaut werden müssen und zusätzliche Ladeplätze mit entsprechender Infrastruktur werden an den Ausfahrten entstehen.

Neben den genannten Aspekten des "eWave"
- Lärmshchutz
- Energiegewinnung durch Photovoltaik
haben wir noch einen dritten Aspekt entwickelt:
- das Naherholungsgebiet an der Autobahn.

Dieses Szenario von Erdwall mit Solarzellen eignet sich ideal als Naherholungsgebiet. 
Wie ist das möglich?
1. Der Lärm wird durch den Wall um ca. 60% gegenüber den üblichen Lärmschutzwänden verringert.
2. Die Emissionen der Fahrzeuge gehen gegen Null.
Das bedeutet: die Bereiche rund um die Autobahn werden lebenswert und die bisherigen Niemandsland-Bereiche entlang der Autobahn werden voll nutzbar.

Was liegt also näher als diese Tatsache raumordnungspolitisch zu nutzen und lineare Erholungsgebiete für die Bevölkerung zu schaffen. Gerade in den Tälern unserer Alpen ist öffentlicher Grünraum im dicht besiedelten Talbereich kaum mehr vorhanden. Die Gebiete um die Autobahn sind derzeit noch frei und sollten in Zukunft für Spazier- u. Radwege, Sitzgelegenheiten, Baumhaine, Wasserbecken etc. genutzt werden. Regional und überregional stellen diese Linearparks mögliche Verbindungen zu anderen öffentlichen Grünraumbereichen dar.
Die Lärmgrenzwerte entlang der A10 werden permanent überschritten - die Grünen Oberalm verlangen daher einen besseren Lärmschutz, wie es ein Gründamm bietet, der einen massiv verbesserten Lärmschutz gegenüber den alten Lärmschutzwänden bietet.
Ein neuer Damm würde mit 6 m Höhe etwas höher als die bestehenden Lärmschutzwände. Der Grund dafür liegt an der weiter entfernten Abrisskante. Der Lärmschutz würde auch etwas breiter. Je nach Neigungswinkel und Dammhöhe liegt der zusätzliche Landverbrauch bei 6 bis 10 Metern. Nachdem dieser Bereich meist im Grundbesitz der Asfinag liegt, sind für die Errichtung kaum Probleme zu erwarten, zumal insbesonders alle Anrainer besonders profitieren würden.
Schließlich bietet ein Gründamm nicht nur besseren Lärmschutz, sondern filtert aus der Luft schädliche Schadstoffe. Überdies ist er optisch ansprechender (da bewachsen) als die alt-bekannten Lärmschutzwände.

Ganz zu schweigen von der Lebensdauer. Diese liegt bei Schallschutzwällen wie dem „eWave“ bei garantierten 100 Jahren, währenddessen bei den Schallschutzwänden nach 25 Jahren ausgetauscht werden muss.
Besserer Lärmschutz für ein gesundes Wohnen

Unter Lärm versteht man jede Art von Schall, durch den Menschen gestört, belästigt oder gesundheitlich geschädigt werden.
Zu den häufigsten Schädigungen durch Wohnen bei stark befahrenen Strassen zählen sowohl Gehörschäden als auch vegetative Störungen, Schlafstörungen und psychische Beeinträchtigungen (z. B. durch Wohnen neben einer stark befahrenen Straße). Bei Dauerbelastungen mit Lärmpegeln über 65 dB am Tag steigt nach aktuellen Untersuchungen das Herzinfarktrisiko deutlich an.
Jeder Einzelne reagiert auf bestimmte Schallereignisse unterschiedlich. Nachfolgend eine Auflistung der Auswirkungen von Lärm nach der Lautstärke (Schalldruckpegel).
Vorschriften - Lärm

1. Laut Dienstanweisung der ASFINAG betragen die Lärmobergrenzen 60dB am Tag und 50dB in der Nacht. Laut beiliegenden Lärmschutzkarten wurden diese Werte bereits 2012 überschritten.
2. Laut ÖNORM gelten für Wohngebiete in Salzburg folgende Richtwerte: am Tag 50dB und in der Nacht 40dB.

Quellen:
ÖAL RL 36, Bl 1, ÖNORM S 5021, Teil 1
www.lebensministerium.at
Bundeslärmschutzgesetz Hörakustik 2.0 Theorie und Praxis
Bürgerservice Land Salzburg http://www.salzburg.gv.at/buerger-service/ls-az/ls-jr/lslaerm/
ls-laermwirkungen.htm

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